Bauanleitung

1. Das Resin (der Kunststoff der Modelle) aller Teile unserer Bausätze wird eingefärbt - und zwar stark deckend. Dächer in schwarz, alle Mauerstücke ziegelbraun. Somit erübrigt sich ein Farbauftrag. Will man ein 100%iges Ergebniss haben (statt 95%) kann man mit einem hauchdünnen Farbauftrag, wir empfehlen die Elita-Farbe, eine noch "dichtere" Oberfläche erzielen, jeglicher Plastikeindruck verschwindet dann. Dann am Besten mit der Airbrush auftragen, jedoch ist auch der Pinselauftrag möglich.
Die Farbe 1:1 mit Verdünner mischen, dann Stück für Stück längs zu den Fugen dünn die hervorragend deckende Farbe auftragen. Der Zusatz von (wenig) Mattierungspulver ist sehr zu empfehlen (im Farbset enthalten). Der Effekt: eine Oberfläche wie gebrannter Ton.
Aufwand Resinmodell <> Großserienmodell: Ich als Modellbauer mit gewissen Ansprüchen habe auch die Gebäudemodelle der Großserienhersteller komplett mit Farbe überzogen - nur so verschwindet der unnatürliche Plastikglanz - Aufwand also gleich.

2. Beim Guß der Resin-Teile entsteht auf der Rückseite eine Gußhaut - also Material, das abgeschliffen werden muss. Wir gießen ohne Gußhaut zwischen den Teilen, nur eine gewisser Materialüberschuß bleibt systembedingt als Wölbung auf der Rückseite (Innenwände der Gebäude). Damit kann man leben, nur an den Klebestellen muss dann etwas angepasst werden. Ein Putzen (wie bei Großserie) an den Details usw. entfällt, da die Formen gratfrei sind! Und der größte Vorteil unserer Bausätze: alle Wände sind komplett bis zum kleinsten Teil in einem Stück - fugenlos und ohne Nacharbeiten.
Aufwand Resinmodell <> Großserienmodell: Schwer zu vergleichen - ich habe an manchem Grosserienmodell länger rumgeflickt als an einem Resin-Modell.

3. Das Kleben: Mit Gummibändern die 4 Wände eines Gebäudes stramm zusammenfixieren, an den Mauerfugen ausrichten und dann von innen in die äußersten Ecken etwas Sekundenkleber einlaufen lassen (zum Fixieren). Nun mit Uhu-Plus von innen die Ecken auffüllen (Erwärmung lässt den Kleber in den Spalt hineinkriechen). Eine bombenfeste Verklebung - zumal unsere Teile 4 mm dick sind!
Aufwand Resinmodell <> Großserienmodell: Man muss mal ein fertiges Resin-Modell in der Hand gehabt haben, um das Gefühl der Solidität zu erfahren - unser Bahnhof Hohn wiegt alleine 500 g!

4. Die Fenster: Die Grundierung und Bemalung kann auch per Pinsel erfolgen.
Aufwand Resinmodell <> Großserienmodell: Lohn der Mühe - unereicht dünne Fenstersprossen - und im Gegensatz zum Kunststoff 0% durchscheinend!

5. Das Verfugen der Mauern: Wir beschreiben in den Bauanleitungen ausführlich die Technik der Verfugens.
Das Prinzip im Kürze: Es wird die mitgelieferte Fugenfarbe (auf Wasserbasis) durchgängig deckend auf die Mauern aufgetragen. Restlos trocknen lassen - auch in den Fugen! Nun mit dem mitgelieferten Radierschwamm und viel Wasser mit wenig Druck diagonal die Farbe abwaschen, nur in den Fugen wird sie übrigbleiben. In den Ecken mit einem Streichholz, nass, nachreiben. Abspülen. Trocknen lassen.
Gerade dieser Effekt ist bei Real-Modell durch die foto-exakten Fugen frappierend echt (alle Betrachter fragen nach dem Trick) - und der Zeitaufwand liegt z.B. beim Bahnhof Hohn für alle Mauern nicht über 2 Stunden!

6. Die Bemalung der Details:
Auch kein Unterschied zum üblichen Modellbau - auch hier empfehlen wir Live-Colors von Elita - diese Farben verdecken keine Details und Strukturen, die erst jetzt richtig zur Geltung kommen.

Fazit: 
Aufwand Resinmodell <> Großserienmodell: Wir meinen: kein großer Unterschied in Aufwand des Bauens - aber Welten zwischen den Ergebnissen!

©Real-Modell 2020