Gleiswaage Wernigerode
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  Gleiswaage Wernigerode
  in Spur O
  














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Zum Vorbild:
Betrachtet man zunächst einmal die große Vorbild-Bahn, so haben Gleiswaagen dort hauptsächlich zwei wichtige Funktionen: Sie helfen der Bahn beim Geldverdienen und sie dienen der Sicherheit des Eisenbahnverkehrs.

Die im Ladegleis eingebaute Gleiswaage ermöglicht es, das tatsächliche Gewicht von Güterwaggons zu bestimmen, ebenso das Gewicht der aktuellen Zuladung ( - indem das bekannte Leergewicht des Waggons vom Gesamt-Gewicht des neu beladenen Wagens subtrahiert wird). Multipliziert man nun das Ladungsgewicht mit dem spezifischen Frachttarif-Faktor, so ergibt sich daraus die Frachtgebühr, die der Bahnkunde zu zahlen hat. Angewandt wurde dieses Verfahren früher bei Massengütern wie Rüben, Kohlen, Erz, Schrott usw.

Für die Fahr-Sicherheit der Bahn hingegen ist es enorm wichtig, dass der Lokführer seine Zuglast bzw. Bremslast kennt, wie man sich gut vorstellen kann. Eine Überladung einzelner Wagen ist zudem sorgsam zu vermeiden, um Unfällen vorzubeugen. Auch dazu diente die Gewichtsbestimmung der Güterwagen auf der Gleiswaage.

Was heute elektronische Messfühler unauffällig am Gleis erledigen, verrichtete früher die Gleiswaage im Bahnhof, meist eine Brückenwaage, die dazu ein eigenes Wiegehäuschen besaß, um die kostbaren Wiege-Instrumente und das Personal vor der Witterung zu schützen. Zuständig für das Verwiegen der Güterwagen war die jeweilige Ladestraßen-Aufsicht. Auf fast jedem Bahnhof wurde gewogen, so z.B. auch auf dem beliebten Bahnhof Krakow, allerdings ist die Form des dortigen Gebäudes nicht mehr überliefert.

Das von uns angebotene Gleiswaage-Modell zeigt vorbildgetreu das nach Ansicht vieler Experten schönste deutsche Waage-Gebäude nördlich des Mains. Es entstand in Zusammenarbeit mit den Harzer Schmalspurbahnen (HSB) und befindet sich unweit des Normalspur-Bahnhofs Wernigerode am Bahnhof Westerntor. Das denkmalgeschützte Ensemble wird von der HSB vorbildlich erhalten und ist sicher vielen Eisenbahnfreunden bekannt. Das inzwischen stark abgesunkene alte Waagegebäude mit unbekanntem Entstehungsdatum soll demnächst wieder saniert werden. Es enthält heute eine Wiege-Einrichtung der Firma Ludwig Jung, Leipzig, von 1934 mit 40 t Tragkraft.

Wir haben uns entschieden, zu dem sehr schön detaillierten Fachwerkgebäude mit Ziegelstein-Gefachen wahlweise eine Normalspur-Wiegebrücke oder eine Schmalspur-Wiegebrücke anzubieten. Für deren Einbau in ein Standardgleis (z.B. von Lenz) müssen dessen Kunststoffschwellen teilweise entfernt werden. Die feingliedrigen Fenster des Gebäudes sind messinggeätzt. Das Gleis-Sperrsignal auf dem Dach, das den Betriebsvorgang anzeigt, ist beweglich und kann mit eigenem Geschick auch motorisiert werden. Für das fein profilierte Dach mit den typischen S-Pfannen des 19.Jahrhunderts wurden im Urmodell etliche ca. 2500 Pfannen-Nachbildungen (bei der DIN A4 Platte) einzeln verklebt. Die Dachplatte ist auch separat erhältlich und eignet sich gut für alle Modellgebäude mit Ziegeldächern.

Bausatzausführung:
Komplettbausatz aus gefärbten Resin-Kunststoff, mit 0,3 mm Messingblech für die Fenster und Kleinteile.
Ausführliche Bauanleitung mit Fotos. Farben-Set dazu:

Maße 100 x 120 mm.




Fotos Originalgebäude Stand 2006
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 Bausatz Gleiswaage Wernigerode, Spur O, gefärbt

 B 305

 €  79.-

©Real-Modell 17.07.11