Zum Vorbild:
Vorgeschichte:
1866 wurde die Eisenbahn-Strecke Berlin–Cottbus
eröffnet, zwei Jahre danach wurde auf dem Gelände des heutigen Bahnhofs
Schöneweide der Haltepunkt „Neuer Krug" angelegt. Zwischen 1886 und
1888 entstand östlich davon ein Verschiebebahnhof. Durch die
Industrialisierung verfünffachte sich bis 1904 der Verkehr auf der
Görlitzer Bahn, so dass der Verschiebebahnhof erweitert und weitgehend
umgebaut werden musste.
Bau des Betriebswerkes:
Der zunehmende Bahnverkehr machte auch die Errichtung eines
Bahnbetriebswerks erforderlich. Dazu wurde die Strecke vom Görlitzer
Bahnhof bis Grünau durch Anschüttung eines Dammes in Hochlage gebracht und
so kreuzungsfrei zum Straßenverkehr geführt. Dabei wurde der Aushub
verwendet, der zu diesem Zeitpunkt beim Bau der zur Entlastung des
Binnenschiffverkehrs dienenden Kanäle Teltowkanal und Britzer Zweigkanal
anfiel. Das Bahnbetriebswerk wurde 1906 zusammen mit der neuen
Bahnsteiganlage in Betrieb genommen.
Hochbauten und Anlagen:
Ursprünglich bestand das Betriebswerk aus einer Drehscheibe mit
zwölfständigem Ringlokschuppen, Wasserturm, Bekohlungskran und zwei
Verwaltungsgebäuden. Um neben den
Länderbahnlokomotiven auch den Einsatz neuerer und längerer
Einheitslokomotiven zu ermöglichen und wegen des stark zunehmenden
Eisenbahnverkehrs, erfolgte durch die Deutsche Reichsbahn ein weiterer
Ausbau. Dabei wurden unter anderem eine 23 m lange Drehscheibe eingebaut,
der Lokschuppen auf 20 Stände erweitert und die bereits vorhandenen Stände
baulich verlängert. Um 1930 wurden ein
vierständiger Rechteckschuppen zur Waggonausbesserung, Werkstätten und ein
weiteres Verwaltungsgebäude gebaut. Der ebenfalls geplante zweite
Ringlokschuppen wurde nicht realisiert. Im Zweiten
Weltkrieg wurde auch der Verschiebebahnhof Schöneweide bombardiert. Die
Schäden beim Betriebswerk hielten sich jedoch in Grenzen, so dass schon
kurz nach dem Kriegsende der Personen- und Güterverkehr wieder aufgenommen
werden konnte. Im Jahr 1984 wurde das Betriebswerk
für die Unterbringung elektrischer Lokomotiven umgerüstet. Ab 1994 wurde
der Betriebsdienst von der Deutschen Bahn AG schrittweise aus dem
Betriebswerk ausgegliedert. Mit der Schließung des Verschiebebahnhofs kam
1998 auch das Ende für das Betriebswerk.
Bausatzausführung:
Komplettbausatz
aus
gefärbten
Resin-Kunststoff,
mit
0,3
mm
Ätzblechen
für
die
Fenster
und
Türen
bzw.
Kleinteile. Dachsparrenkonstruktion aus gelasertem 3 mm MDF-Holz. Im Preis
enthalten ist ein 1:1 Ausdruck des Grundrisses zur genauen Montage der
Teile.
Der Winkel der Stände zur Drehscheibe beträgt 7,5
Grad. Beim Vorbild waren 20 Stände (mit 7,5 Grad Gleiswinkel) vorhanden, jedoch ist auch der Schuppen
mit 2 - 24 Ständen denkbar. Es gab in Thüringen Lokschuppen mit nur 2
Ständen in dieser Einheitsbauart!
Die großen Messingfenster in den Seiten und an der
Rückseite reichen fast bis zum Boden und lassen einen guten Einblick in das
Innere zu. Besonders schön: die Fronttore sitzen in gemauerten Rundbögen
mit massiven Pfeilern.
Lieferbar wahlweise aus ziegelroten oder sandgelb gefärbten Resin.
Ausführliche
Bauanleitung
mit
Fotos.
Farben-Set
dazu:
Variante 7,5 Grad: Maßskizze
1:1 als PDF.
Variante 7,5 Grad mit 7 Ständen: Maßskizze
1:1 als PDF.
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