Vorbild:
Die Firma Breuer in Hoechst bei Frankfurt stellte schon vor dem ersten
Weltkrieg kleine "Lokomotore" nach einem damals neuartigen Prinzip
her: Eine niedriger Motorkasten war mit sehr kleinen Rädern versehen und
trug eine Kupplungsmechanik, die mit einer Hubspindel unter die Pufferbohle
eines zu schleppenden Wagens gedrückt werden konnte, und so einen Teil des
Gewichts des Wagens zur Erhöhung des eigenen Reibungsgewichts
übernahm.
In den zwanziger Jahren wurden daraus schließlich Fahrzeuge entwickelt,
die eine niedrige Plattform mit Wagenheber vor und und hinter der quer
angeordneten Führerplattform aufwiesen, unter der die Antriebsanlage
eingebaut war. Später wurde die Motorverkleidung zu einem richtigen
Führerhaus in voller Profilbreite und -höhe erweitert.
Zusammen mit Lizenzbauten entstanden bis 1955 mehr als elfhundert
Breuer-Traktoren, von denen manche noch vorhanden sind. In Dänemark hatten
die Breuer-Traktoren einen solchen Erfolg, dass sie vom Hersteller
Pedershåb in Lizenz nachgebaut und weiterentwickelt wurden. Sie erhielten
ein verbessertes, geschlossenes Führerhaus mit erkerartiger Front, etwas
stärkere Motoren und waren bei der DSB bis ca. 1970 im Einsatz - zuletzt
allerdings ohne die typischen Wagenheber und mit normalen Puffern.
Modell:
Das Modell ist komplett aus Messing gefertigt, erhältlich nur als
Fertigmodell.
Ausstattung: Antrieb durch Maxon Glockenankermotor mit Schwungmasse, Stirnradgetriebe, Pendelachse, vorbildgetreue Höchstgeschwindigkeit,
Allradantrieb und -stromabnahme, Einbaumöglichkeit für Digitaldecoder.
Spurweite HO, Länge über Puffer: 40 mm.

Museum Odense/DK
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